Freitag, 22. November 2013

Herbst-Impressionen die Zweite


Und hier nochmal ein paar Bilder vom "goldenen" Herbst. Da waren die Temperaturen noch angenehm, während wir hier mittlerweile bei ca. 4°C bibbern :-(








Ich hoffe, das der nächste Sommer ganz schnell kommt, sonst muss ich glaub ich auswandern, diese Kälte (und es wird ja noch schlimmer, noch haben wir ja nicht mal Winter) ist einfach nicht mein Ding.

Machen wir uns warme Gedanken und die Vorfreude soll ja die schönst Freude sein, ich bin mal gespannt.

Eure fabi

Donnerstag, 14. November 2013

Von Menschen und Küchen


Logodesign: Ariane Bille



Von Menschen und Küchen
Geschichten, Bilder und Rezepte
Nina Schindler, Fotos von Ute Karen Seggelke 
Gerstenberg-Verlag




"Wir widmen dieses Buch all den Kochlustigen und Genussmenschen, die genau wie wir gern einen Blick in Fremde Töpfe werfen."
Nina Schindler, Ute Karen Seggelke







Das trifft es bei diesem Buch auf den Punkt, denn es ist eine einzigartige Genussreise durch die Küchen der unterschiedlichsten Menschen. 
Genauso verschieden wie die Menschen sind, sind auch ihre Küchen. Zusammen mit wunderschönen Bildern hat man das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Die Einblicke in die ganz privaten Küchen der porträtierten Familie /Personen lassen das Buch zum reinsten Lese-, Koch- und Genussbuch werden. 

Die vorgestellten Rezepte reichen vom einfachen, alltäglichen Mittagessen bis zum 3 Gänge Menü.

Im Vordergrund steht das gesellige, gemütliche Genießen einer Mahlzeit. Und bei dem ein oder anderen Bild wünscht man sich, man könnte mit am Tisch sitzen, teilhaben an dieser ausgelassen Stimmung und einfach in dieses bunte Treiben mit einfallen. Manchmal sieht es eher nach Urlaub denn nach Alltag aus.
 
Es wird nicht ausschließlich in einer Küche oder einem Esszimmer, oder vielleicht auf Balkon oder Terrasse gegessen, so wie wir das für gewöhnlich tun. 

NEIN.

Es gibt EINE ganz außergewöhnliche Geschichte mit einer ganz außergewöhnlichen Küche. Und dort wird nicht einfach gegessen oder gespeist, da wird getafelt:

Immer mobil - Die Kofferraumküche von Johannes Domin




Nebenbei bemerkt ist das auch meine persönliche Lieblingsgeschichte in diesem wunderschönen Buch. 

In einem schnuckeligen kleinen Auto hat Johannes Domin seine Küche immer dabei. Er reist durch die Lande, hält mal hier und mal dort, so wie es ihm gerade gefällt. Und dann fragt er beim Bauern ob er ein bisschen Strom habe kann, und schon wird aus dem "fahrbaren Untersatz" eine Küche. 

Klein aber fein. 



Wenn es das Wetter zulässt wird draußen gegessen, schnell 2 Stühle besorgt, (ein Freund ist zu Gast), ein Klapptisch, natürlich mit weißem Tischtuch, ein bzw. zwei Gläser Wein und fertig ist die Tafel. C'est la vie. 
Und dann geht die Reise am nächsten Tag weiter. 

Diese Geschichte ist so schön, so authentisch und liebevoll, das man am liebsten selbst seinen Ofen in den Kofferraum packen möchte, und gleich losfahren will, damit man rechtzeitig an einer Scheune ankommt, um das Abendessen zu kochen. 

Insgesamt werden 21 Menschen und ihre Küchen vorgestellt. Und Küche meint hier sowohl das Equipment als auch das Essen und die Situation, in der gespeist wird. Sei es als Großfamilie, mit Freunden oder unterwegs. Die Reise geht durch verschiedene Städte in Deutschland, durch Frankreich, die Schweiz und viele Orte mehr.






Ein rundum gelungenes Buch mit vielen tollen Bildern, das Lust auf mehr macht. Und vielleicht bewegt es einen selbst, mal wieder Freude einzuladen und gemeinsam an einer großen Tafel einen schönen Abend zu genießen. Oder einfach nur auf dem Sofa diese kulinarische Reise zu genießen.

Von Menschen und Küchen  - Nina Schindler, Fotos von Ute Karen Seggelke,
Gerstenberg-Verlag ISBN 3-8067-2884-4


Diese Buchvorstellung nimmt an der 2. Blogger-Themenwoche JEDEN TAG EIN BUCH teil,
von Arthurs Tochter Kocht ins Leben gerufen.

An dieser Stelle ein großes DANKE an alle, die dieses Blog-Event ermöglicht haben.

Viel Spaß beim Lesen und nachkochen
Eure Fabi




  

Montag, 11. November 2013

Königsberger Klopse

Heute mal ganz klassische "Hausmanns-Kost"...


Königsberger Klopse


...aber auch die kann sehr lecker sein.

Königsberger Klopse gab´ es bei uns schon ganz lange nicht mehr, und wenn die Tage wieder kürzer werden und die Temperarturen sinken, kann man auch mal wieder was deftiges essen. Es ist ein einfaches, aber dennoch schmackhaftes Gericht, das man ohne große Vorkenntnisse zubereiten kann. Und nach kurzer Zeit hat man ein schmackhaftes Essen auf dem Tisch stehen. 

Also, Zutaten zusammensammeln und ab an den Kochtopf Herd. 

Ein trocken gewordenes Brötchen in Wasser einweichen.Wasser für die Kartoffeln und einen größeren Topf Wasser für die Fleischbällchen zum kochen bringen. 

Kartoffeln schälen, kleinschneiden und in Salzwasser gar kochen. Wenn die Kartoffeln aufgesetzt sind, Hackfleisch (ich habe Rinderhackfleisch genommen, es geht aber genauso gut Schweinehack oder je zur Hälfte Rind und Schwein) mit dem eingeweichten Brötchen (vorher gut ausdrücken), Salz,Pfeffer, Majoran und Thymian mischen und zu kleinen Bällchen formen. Diese zusammen mit einem Lorbeerblatt und 3 Wacholderbeeren in das bereits kochende Wasser geben.

Jetzt noch die Soße herstellen und dann seit Ihr auch schon fast fertig. 

Kartoffeln und Fleischbällchen kochen ja jetzt von alleine vor sich hin. 

Für die Soße Butter im Topf schmelzen, Senf und soviel Mehl einrühren bis ein fester Brei entstanden ist, dann mit Milch ablöschen. (dabei immer gut rühren, sonst hat man ganz schnell Klümpchen. Ich mach das immer mit einem Spiral-Schneebesen, geht aber such mit einem Holzkochlöffel))

Es muss wahrscheinlich immer nochmal etwas Milch zugegeben werden, denn die Soße soll einmal kurz durchkochen, und dabei wird sie immer wieder etwas dicker, so dass Ihr einfach noch Milch zugebt, bis Ihr die für Euch richtige Konsistenz habt. Der eine mag die Soße lieber etwas dünn flüssiger, der andere lieber etwas fester.

Jetzt noch mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und dann ist es auch schon geschafft. Wenn Fleisch und Kartoffeln noch nicht gar sind, stellt die Soße einfach warm. 

So, jetzt sollten die Klopse und die Erdäpfel Kartoffeln gar sein und Ihr könnt anrichten. 
Und, war das jetzt schwer? 

Lasst es Euch schmecken. 

Und hier nochmal alle Zutaten für 2-3 Personen:

8 mittelgroße Kartoffeln


Für die FleischBällchen:

500g Rinderhackfleisch
Salz
Pfeffer
Majoran
Thymian
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeeren

Für die Soße:

ca. 60g Butter
1 Teel. Senf
ca. 3 Eßl Mehl (da kann ich leider nicht genau sagen wieviel, es soll halt ein dickerer Brei entstehen, siehe oben)
500-600 ml Milch, je nach Konsistenz
Salz
Pfeffer
Muskat

Lasst es Euch schmecken!

Eure Fabi

Samstag, 2. November 2013

Speiseplan

Heute möchte ich Euch ein Thema vorstellen, mit dem ich mich selbst auch erst seit kurzem befasse:
                                              Der Speiseplan

Jetzt denken bestimmt viele, oh, das ist mir zu aufwendig, da habe ich keine Zeit zu, alles durchgeplant ist nicht mein Ding, etc, pp.
Ja, das habe ich auch lange gedacht, aber wenn es einmal läuft, möchte man ihn nicht mehr missen.
Ich fang einfach mal von vorne an, wie es dazu kam.

Jeden Tag wurde bei uns aufs neue die Frage gestellt, was gibt es heute zu essen. Dann wurde überlegt, was gibt der Kühl-bzw.Gefrierschrank noch her, worauf hat man Lust, muss erst noch was eingekauft werden... ziemlich viele Überlegungen, die jeden Tag aufs Neue eine Antwort gefordert haben.
Und dann habe ich mir gedacht, versuch es doch einfach mal mit einem Speiseplan, vielleicht ist das ja doch gar nicht so verkehrt.
Ich habe mir im Vorfeld einige Gedanken dazu gemacht, wie man das am geschicktesten anstellen kann (klar, ich kann einfach Papier und Bleistift nehmen und 7 verschiedene Gerichte aufschreiben - fertig. Aber ganz so einfach wollte ich es auch nicht) .
Zuerst haben wir mal eine Liste gemacht mit den Gerichten, die es öfter gibt und die wir gerne essen. Das ist schon eine große Hilfe.
Dann habe ich gesehen, das es verschieden Programme gibt, mit denen man einen Speiseplan erstellen kann. Da können dann Rezepte eingepflegt werden und es wird daraus eine Einkaufsliste generiert. Das hörte sich erstmal gut an, fand ich persönlich aber nicht so toll, da dann alle Zutaten in die Einkaufsliste gewandert sind (und so Dinge wie z.B. Salz, Pfeffer, Mehl, diverse Nudeln etc. sind bei uns immer vorhanden). Also war diese Lösung schon mal nix für mich. Außerdem hätte ich ja erstmal sämtliche Rezepte einschreiben müssen, um einen gewissen Grundstock zu haben, och nee.

Dann habe ich doch zu Papier und Bleistift und zu meinem Kalender gegriffen. Ich habe geschaut, wann habe ich welche Termine, wann komme ich später nach Hause - da sollte es etwas schnelles geben, wann wird es so spät, das der beste Freund ever was kocht (etwas einfaches, oder etwas was ich schon vorbereitet habe), wann ist etwas mehr Zeit um etwas aufwendiger zu kochen, kann man vielleicht einen Tag für neue Rezepte reservieren oder einen Thementag mit einbauen...z.B. einen Tag in der Woche eine neue Landesküche, was esse/n/ wir/ich gerne, was wollte ich schon immer mal ausprobieren, usw.
Und mit diesen ganzen Ideen habe ich angefangen einen Speiseplan zu erstellen. Das hört sich jetzt total kompliziert und aufwendig an, aber das ist es nicht. Wenn Ihr einmal angefangen habt, wollt Ihr gar nicht mehr aufhören. Denn der GANZ große Vorteil ist, ihr setzt Euch einmal hin und überlegt, und nicht jeden Tag. Ein weiterer Vorteil ist, Ihr könnt den Einkauf viel besser planen, folglich müsst Ihr nicht ständig loslaufen, weil Ihr das Kochbuch durchstöbert, denkt das Rezept klingt gut, aber mir fehlt die Hälfte an Zutaten. Jetzt schreibt Ihr es einfach auf die Einkaufsliste, fertig.
Angefangen habe ich mit einem Plan für eine Woche, mittlerweile schreibe ich immer gleich für mehrere Wochen. Letztens habe ich mich abends eine Stunde hingesetzt und hatte den Plan für 4 Wochen inkl. Einkaufsliste stehen. Ihr seht, mit etwas Übung geht das ratz fatz :-)
Ich hangel mich also wie oben beschrieben an meinem Kalender lang und überlege mir, was es zu Essen geben soll (Lieblingsgerichte, Kochbuch durchstöbern, Internet um Rat fragen...), schreibe dann die Gerichte für Montag bis Sonntag auf, und schreibe bei jedem Gericht direkt dazu wo ich es finde (damit ich dann nicht 5 Bücher durchwälzen muss, weil ich nicht mehr weis aus welchem Buch/ welcher Internetseite ich das Rezept ausgesucht habe) und welche Zutaten dafür gekauft werden müssen.
Das ist quasi mein Skript.
Dann übertrage ich die Gerichte in unseren gemeinsamen Kalender, dann weis der beste Freund auch immer direkt, was es zu essen gibt (natürlich werden auch Wünsche mit einbezogen) und mache mir dann ein Post-it mit der Einkaufsliste für die jeweilige Woche. Und schon ist ein Speiseplan für mehrere Wochen entstanden. Und ich kann Euch sagen, wenn mal kein Plan steht, werdet Ihr ihn ganz schnell vermissen, so wie ich neulich. Da habe ich es irgendwie verpeilt, das mein Plan zu Ende ging und dann fing das tägliche überlegen wieder an. Da hebe ich mich aber ganz schnell hingesetzt und einmal für mehrere Wochen überlegt.

Der Speiseplan ist für uns ein echter Mehrwert, aber kein unantastbares Konzept. Denn natürlich kommt es vor, das man mal einen Tag so gar keinen Hunger auf irgendwas hat, mal außer Haus isst, keine Lust zu kochen hat, noch was vom Vortag übrig ist, was auch immer. Aber dann kann man die ausgefallenen Gerichte ja einfach in die nächste Woche schieben :-)
Flexibel bleiben ist ganz wichtig, aber der Plan ist schon eine große Hilfe, es macht Spaß ihn zu schreiben (vielleicht auch gemeinsam beim sonntäglichen Frühstück) und er spart Zeit, weil man nicht so oft einkaufen muss.

Hier mal ein kleiner Einblick:

Montag Zitronen Hühnchen  -  Hähnchenbrustfilet, Zitronen
Dienstag Lasagne  - Hackfleisch
Mittwoch Brokkoli Auflauf  -  Brokkoli, Kassler, Saure Sahne
Donnerstag Sauerkraut Quiche  -  Schinkenwürfel, Sauerkraut
Freitag Lachs in Nudel-Sahne-Soße  -  Lachs
Samstag indisches Curry  -  Hähnchenfleisch, Blattspinat
Sonntag Einladung zum Geburtstag -> die Küche bleibt kalt

Ihr seht, es ist gar nicht so schwer.
Vielleicht probiert Ihr es einfach mal aus, naja und wenn´s nix für Euch ist, dann lasst Ihr es halt wieder.

Viel Spaß und Erfolg,
Eure Fabi